Hydra veröffentlicht heute, am 1. November 2026, über Interstellar Smoke Records ihr drittes Album „Sign of the Witch“. Das Werk umfasst acht Tracks und ist bislang der ambitionierteste Schritt der polnischen Band, die sich selbst als Okkult-Doom-Gruppe bezeichnet. Die Veröffentlichung wurde durch die Bandcamp-Seite des Labels, das Profil der Band auf derselben Plattform und den Veröffentlichungskalender von Metal Collision bestätigt, die das Album allesamt auf den ersten November datieren. Das Album steht außerdem auf der wöchentlichen Neuerscheinungsliste von KaosMetal, neben Doom-, Black- und Death-Metal-Platten von Ende Oktober und Anfang November. Es handelt sich weder um eine eigenständige Single noch um eine EP, sondern um ein vollständiges Album mit kompletter Trackliste und sofortiger digitaler Veröffentlichung.

Die veröffentlichte Trackliste lautet: „Intro“, „Cold Lady“, „Wicked Dance“, „Lost in Hell“, „Lucifer“ – im Bandprofil als „Lucifer Symphony“ aufgeführt –, „Sign of the Witch“, „Burn and Die“ und „Heroes of Doom“. Zwei dieser Tracks, „Lost in Hell“ und „Heroes of Doom“, waren bereits als Vorab-Singles erschienen und steigerten in den Wochen vor der Veröffentlichung die Vorfreude auf das Album. Die Reihenfolge folgt einer klassischen Albumstruktur: ein kurzes instrumentales Intro, ein kraftvoller Mittelteil und der abschließende Track „Heroes of Doom“. Der Titeltrack steht an sechster Stelle und ist damit als Herzstück des Albums statt als Aushängeschild platziert. Diese Struktur lädt dazu ein, das ganze Album anzuhören, anstatt es in einzelne Playlist-Titel zu zerlegen.

Hydras Sound stützt sich auf Riffs, die sich an Sabbath in ihrer düstersten Phase orientieren, ein langsames Tempo und eine okkulte Atmosphäre, zu der sich die Band schon mit ihrem Namen bekennt. Die erzählerische Grundlage des Albums bildet Nikolai Gogols Kurzgeschichte „Viy“, ein Werk ukrainischer Folklore über eine Hexe und ein Begräbnisritual, das in der fantastischen Vorstellungswelt Osteuropas immer wieder aufgegriffen wird. Diese Wahl ist nicht bloß dekorativ: Sie gibt dem Album einen thematischen Schwerpunkt auf Tod, Hexerei und Erscheinungen, passend zu Titeln wie „Wicked Dance“ und „Burn and Die“. Die Gruppe bezeichnet sich selbst als Okkult-Doom-Band aus Polen und macht keinen Versuch, ihre ästhetischen Wurzeln zu verbergen. Das Ergebnis ist ein dichtes, atmosphärisches Album, das laut und mit Geduld gehört werden will.

Interstellar Smoke Records ist das Label hinter der Veröffentlichung. Sein umfangreicher Bandcamp-Katalog umfasst mehr als hundert frühere Titel, wobei der Schwerpunkt auf Doom, Psychedelic und Stoner liegt. Mitte Oktober hob das Label Hydras Musik auf seiner Seite als „Album des Tages“ hervor, noch vor dem offiziellen Veröffentlichungstermin – ein Zeichen für das Vertrauen des Labels in die Platte und ihre Hörerschaft. Das Album erscheint digital und bereichert die polnische Extreme-Metal-Szene, die auch jenseits des Rampenlichts des englischsprachigen Musikbetriebs regelmäßig neue Musik hervorbringt. Für eine westliche Doom-Band ist das Label sowohl eine Präsentationsplattform als auch ein Weg, ihr Publikum zu erreichen. „Sign of the Witch“ ist im selben Veröffentlichungszeitraum bereits neben Namen wie Culak, Dantalion und Wicked Trip gelistet.
Mit drei Alben im Rücken erreicht Hydra mit „Sign of the Witch“ einen Punkt, an dem Doom-Bands oft entscheiden, ob sie ihren Sound noch schwerer machen oder die Formel verwässern. Die Produktion stellt Gewicht und Langsamkeit in den Vordergrund, ohne den Sound radiotauglich aufpolieren zu wollen. Das Album ist ab heute auf Streaming-Plattformen und Bandcamp verfügbar – sowohl im Profil der Band als auch auf der Seite des Labels. Für Fans der polnischen Doom-Szene gibt es nun einen konkreten Grund, innezuhalten und das Album ganz anzuhören. Mit der offiziellen Veröffentlichung kann jetzt auch das übrige Publikum entdecken, worauf die Singles bereits hingedeutet hatten.
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